Montag, 31. Januar 2011

über das polyglotte am geocaching ...

... läßt sich gar vortrefflich streiten, wie ich es gerade im petraesk-friedelschen forum erlebe. was kann einem an einer ungarisch-englischen tradi-beschreibung in niederösterreich stören? jeder logik nach absolut nichts, denn selbst wenn man sowohl der ungarischen als auch der englischen sprache nicht mächtig sein sollte, bleibt ein tradi immer noch ein tradi und kann daher auch ohne  textliche unterstützung gesucht und hoffentlich auch gefunden werden.

rembrandt: das gastmahl des belsazar
(1635)

aber nein, eine um das deutsche bemühte steirische cacherin wechselt quasi das geschlecht, mutiert zum alttestamentarisch-danielesken belsazar und sieht folglich in einer derartigen beschreibung sozusagen das menetekel an der wand. so wie der babylonische turmbau an der gleichnamigen sprachverwirrung scheiterte, fürchtet die bemühte kollegin offenbar ein ähnliches schicksal für unsere über alles geliebte heimat, für steirisch-deutsch-österreich. sie möge dabei allerdings nicht vergessen, daß es der HERR selbst war, der zumindest in 1. mose 11, 1 - 9 die verwirrung über das ursprünglich einzüngige volk brachte und damit dessen größenwahn ein ende setzte. und so wie belsazar die aramäische inschrift fürchtete wie der teufel das weihwasser, scheint bei der kollegin eine ebensolche furcht hinsichtlich manch anderer sprachen zu bestehen. wie anders läßt sich der satz "Als nächstes kommen dann türkische, tschechische und/oder serbische [beschreibungen] in Wien??", man merke die doppelten fragezeichen, wahrscheinlich ein zeichen der verwirrung, welche sie selbst mittels eines entsprechenden emoticons andeutet, erklären.

jedenfalls sehr bedauerlich, daß jemand aus dem südsteirischen derartig selektiv, das spanische scheint ja nicht zu derartigen tiraden zu führen, xenoglossophobisch vor sich hin lebt.


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