Mittwoch, 11. April 2012

ein besuch in hochegg, tag 2 oder ...

auch andere urlauben auf teilweise kosten anderer :-)

nach einer ruhigen nacht auf sehr hartem lager, piepste der wecker um 0730 um mir einen streßfreien frühstücksantritt um 0930 zu ermöglichen. die ersten streckenden bewegungen hatten es in sich und so manches gelenk erfreute sich neuer durchblutung :-) tatsächlich brach zeitweise auch für kurze zeit die sonne durch die wolken - ich hatte bereits erste hoffnungen, allerdings waren diese, zumindest was das wetter anging, ungerechtfertigt. nach rund einer stunde des aufwachens, streckens, reckens, reinigung und ankleidung wartete das frühstück auf mich. für dieses wurde am großen tisch im aufenthaltsbereich gedeckt, allerdings drei gedecke und somit war klar, daß das kleine mädchen, welches gestern abend anläßlich meiner heimkunft aus der nachbarstür gelugt hat, wohl einem zweitgast zuzuornen war. tatsächlich wurde, kaum hatte ich bei tisch platz genommen, meine nachbartür einen breiten spalt geöffnet aus dem heftiges wehklagen drang. "aua, mama", "au, das tut immer noch weh" war zu vernehmen. und da ich eine lange kinderhaarmähne erkannte, dachte ich an bürstungsschmerzen oder ähnliches - wie falsch ich doch mit dieser annahme lag. nach 10 minuten des klagens humpelte eine offenbar geschundene kinderkreatur richtung frühstückstisch und mühte sich vergebens diesen in eine hinzusetztaugliche position zu bugsieren. ich half ein wenig nach und fragte die in etwa 9 oder 10-jährige humpeldame nach der ursache der ach-so-großen beschwerden. ein noch immer leicht weinerliches "das bett ist sooooo hart" war die antwort. und kaum war dies ausgesprochen, verließ die kindsmutter ebenfalls leicht "verzogen" und humpelnd das zimmer. gerne hätt' ich sie gestützt :-) da ich jedoch madame einige höhenmeter über mir thronen wußte, begnügte ich mich mit frühstückssmalltalk und verständnisvollen blicken besonder in richtung der frau mama :-)

eigentlich war ja für heute ein besuch am hochwechsel via kaltwiesenhütte geplant, aufgrund des wetters am samstag und der für heute angekündigten schneefälle wurde diese idee jedoch schleunigst verworfen - eine weise entscheidung. statt dessen wurde eine befahrung der wehrkirchenstraße beschlossen. auch dies eine weise entscheidung, bietet die strecke doch vielfältige kirchenobjekte in unterschiedlichen aus- und umformungen. von der nahezu unberührten romanischen rund- und wehrkirche in scheiblingkirchen über übergangsformen zwischen romanik und gothik und hochgothischen bauten bis zum vollkommen barockisierten kirchenbauwerk, hat die strecke eine große vielfalt an einem dutzend stationen zu bieten. bedauerlicherweise waren viele der besuchten kirchen trotz der osterfeiertage nicht bzw. nur unzureichend betretbar. naja, auch ein umgang mit kulturgut ...

links und rechts der strecke, von edlitz ausgehend, wurden einige wenige doserln gesucht, nichts spezielles, eher beifang aber summa summarum doch ganz nett, besonders die schirmaussicht vom 2cv bot so einiges an ausblick. jedenfalls führte uns der backhendl-cache zur bezeichneten backhendlstation. dort war zwar mehr oder weniger die hölle los, jedoch wurden wir zuvorkommend und flottest bedient. bedient aufgrund der massigen nahrungsaufnahme (2 * backhendl, was sonst) verließen wir nach einer guten stunde übersättigt das lokal um den tipgebenden cache zu finden. samma froh, daß die speiseröhre beim bücken gut gegen aufsteigende nahrung gesichert ist, denn der magen war bis zur oberkante gefüllt :-)

nachdem das wetter immer mieser wurde, brachen wir den outdoortag nach findung des glitzerruinencaches ab und fuhren zwecks reinigung und umkleidung keusch einerseits nach hochegg und andererseits nach lucka. als ort der abendnahrungsaufnahme wurde heute der grüne baum in kirschschlag (eigentümliche homepage) bestimmt. am weg dorthin besuchten wir noch die wolfgangskirche am hang des lienberges, sehr beeindruckend, sowohl in lage als auch form. die auswahl des abendessens fiel aufgrund der kleinen karte recht leicht und bestand aus fleischstrudelsuppe und lammbraten - beides von ausgezeichneter qualität. der als digestif getrunkene zirberne war ebenfalls allerbestens da nicht süß. madame zog es vor mit einer hirschbirne und einem kurzen schwarzen das auslangen zu finden. beginnender alkoholismus oder doch nur die folge des zwangsweise abendessens in der rehab? die zukunft wird es zeigen :-) als süßen abschluß wurde noch ein raffaellokuchen (nach einer angeblichen praline benannt) serviert, gar nicht übel.

mit vollem magen ging es sodann heimwärts, wo bereits die hartmatratze meiner harrte :-)

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